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Tauchsafari MS BALENA


Ein Bericht von Alexej - Mitte Feb. 97:

Wir sind am Freitag etwa zweieinhalb Stunden vor dem lt. Ihren Unterlagen um 22:00 geplanten Abflug des Flugzeuges im Münchner Flughafen "Franz Josef Strauß" angekommen und haben uns erst einmal auf den Kurzparkplatz P1 gestellt, um die Tickets zu besorgen. Kleines Detail am Rande: Wo ich die Shorouck-Air am Flughafen finden würde, konnte mir die Dame am Schalter von Egypt-Air übrigens nicht sagen. Soviel zu "Schwesterliebe". ;-) (Die Information konnte uns dann weiterhelfen)

Die Übergabe der "Tickets" hat (wider aller unserer Befürchtungen) gut geklappt. Unter Anführungszeichen schreibe ich die "Tickets" deshalb, weil es sich dabei um s/w fotokopierte und zurechtgerissene Zettel handelte, in die ein Angestellter der Shorouck-Air (Herr Magdy) unsere Namen und das Reiseziel handschriftlich eingetragen hat. Aber was soll's, denken wir uns, Hauptsache wir haben "Tickets", die von der Airline anerkannt werden.

Da bis zum Abflug um 22:00 Uhr noch zwei Stunden Zeit war, holten wir unser Gepäck und checkten ein. Mein Plan war, nach dem einchecken das Auto auf den sog. Urlauberparkplatz P41 zu stellen, der zwar etwas weiter weg war, auf dem die Woche Parken aber nur 50,- DM kostet. Beim einchecken erfuhren wir dann, daß der Flieger schon um 21:00 Uhr abhebt, was auch auf den Flugtickets stand, die wir aber erst ein paar Minuten vorher bekommen hatten.

!! Statt eineinhalb Stunden bis zum Abflug blieben uns also plötzlich nur mehr knapp 30 Minuten um das Auto vom sehr teuren Kurzparkplatz zum günstigen Urlauberparkplatz zu stellen, was zeitlich leider nicht mehr möglich war. Wir konnten nur mehr hastig unser Auto auf den sog. Langzeitparkplatz P7 stellen, auf dem die Woche zwar nicht so viel kostet wie am Kurzparkplatz, aber mit 175,- DM leider trotzdem um 125,- DM(!) mehr als auf dem Urlauberparkplatz.

Hätten wir unsere Tickets früher bekommen und daher gewußt, daß der Flieger schon um 21:00 Uhr abhebt, hätten wir das in unserer Planung sicher berücksichtigt und alles wäre weniger hektisch und das Parken billiger geworden. Na ja - soviel zu Shorouck-Air. (Daß ich durch die Hetzerei meine Sportschuhe im Kofferraum vergessen habe und danach eine Woche an Bord der Balena barfuß ging, ist persönliches Pech, für das ich Shorouck wohl nicht verantwortlich machen kann.)

Wir sitzen also endlich im richtigen Flugzeug und heben Richtung Ägypten ab. Beim nochmaligen Betrachten der Tickets kommen wir drauf, das der Angestellte von Shorouck auf beide Tickets den gleichen Namen geschrieben hat. Aber was soll's, denken wir, so wird wenigstens auch der Rückflug spannend !

Wir kommen, nach einer Zwischenlandung in Sharm el Sheik, um 03:15 in Hurghada an. Verschiedene Schilder diverser Reiseveranstalter werden in die Höhe gehalten. Leider ist keines von der Balena dabei. Niemand fühlt sich für uns zuständig und keiner kennt die Balena. Nur die anwesenden ägyptischen Taxifahrer, Gepaeckwagenhalter und sonstige Trinkgeld-Erwarter umschwärmen uns in der Hoffnung auf Bakschisch.

Alle anderen Urlauber werden abgeholt - nur wir stehen noch, mehr oder weniger einsam (s.o.), in der Ankunftshalle. Inge in der einen, das Gepäck in den restlichen Händen, suche ich den Flughafen nach dem lokalen Agenten ab, der uns zur Balena bringen soll. Auch mehrere Lautsprecherdurchsagen bringen nichts (außer dem zuständigen Ägypter ein Trinkgeld). Und die Balena ist mit den in der Halle montierten Telefonen nicht zu erreichen, die sind nämlich nur für Ortsgespräche, wie eine weibliche Stimme auf Englisch verlauten läßt.

Schließlich beschließen wir bis 04:15 zu warten, der Zeit, zu der wir lt. Ihrem ursprünglichen Reiseplan (22:00 - 04:15) in Hurghada landen sollten. Und wirklich - um ca. 04:20 ist der Agent da und unser Gepäck in seinem klapprigen Kombi verladen. Er kassiert unsere Bestätigung ("Kopie für den Kunden") und die "Tickets" ein und bringt uns zum Yachthafen, wo wir am Kai unser Gepäck ausladen und überrascht feststellen, daß niemand von der Balena auf uns wartet, um uns zum Schiff zu bringen. Als auch diverse Versuche der Kontaktaufnahme (Blinken, rufen, pfeifen ...) an der Entfernung zur Balena scheitert (die Balena soll irgendwo in dieser Richtung sein!?), sagt der Agent, daß er von seinem Office aus versuchen wird, die Balena per Funk zu erreichen und läßt uns allein am Kai zurück.

Es ist Nacht, ca. 04:30, es geht ein starker Wind, es hat etwa 10 Grad und wir stehen allein mit unserem wertvollen Tauchgepäck an einer dunklen Mole in Ägypten. Ein unvergeßliches Szenario! Gut, daß ich als gelernter Individualtourist nicht zur Panik neige.

Der Agent kommt im laufe der nächsten Stunden noch zwei mal um uns zu erklären, daß er die Balena noch nicht erreichen konnte, es weiter versuchen wird und er dann entweder zu uns zurückkommt oder uns ein Dingi der Balena abholen wird. Jetzt müßte er aber leider wieder in sein Office.

Aber was soll's - schon um 06:00, knapp nach Sonnenaufgang (wir sind schon gut durchgefroren, da unsere Jacken nicht für eineinhalb Stunden Warten in kaltem Wind ausgelegt sind) bemerkt die Balena unser Flehen und holt uns mit dem Schlauchboot ab. An Bord merken wir dann, daß wir Glück hatten. Die alten Gäste verlassen gerade die Balena und stehen am Tauchdeck zur Abholung bereit. Vielleicht hätten wir sonst noch länger warten müssen.

Wer oder was Schuld an den Verständigungsproblemen war, konnten (und wollten) wir nicht klären. Wir waren froh, daß wir an Bord waren und genossen das Frühstück und danach die ersten Sonnenstrahlen in Ägypten. Der Urlaub hatte endlich begonnen !

Über die Zeit auf der Balena, das Bordleben, die Mannschaft und den Kapitän kann man nur sagen: Toll, sehr schön, bestens, wirklich alles OK.

Das Essen war wirklich gut, vielleicht abgesehen von den Frühstücksbrötchen, die für meinen Geschmack zu weich und zu süß waren. Aber wo im Ausland gibt es schon so gutes Brot wie in Österreich und Deutschland. Als Tip würde ich mir das nächste Mal etwas Vollkornbrot mitnehmen. Das Mittagessen bestand meist aus Nudeln oder Reis mit Gemüse und wenig Fleisch, vor allem sehr wenig fettem Fleisch. Es war also wirklich gesund, reich an Kohlehydraten und gut verträglich. Das Abendessen war etwas aufwendiger und ebenfalls sehr gut. Wenn Fleisch, dann vor allem Huhn und manchmal Fisch. Es gab auch immer Obst und Vitamine dazu.

Platz hatten wir auf dem Schiff genug. Kein Wunder, waren wir doch nur zehn Taucher auf einem Schiff, daß mehr als dreimal so viel fassen kann. Jeder konnte sich seine Kajüte aussuchen und niemand mußte in den fensterlosen Kabinen 1 bis 6 im Unterdeck schlafen.

Das Tauchen war sehr schön. Von dem jahreszeitlich bedingtem starken Wind abgesehen (und den daraus resultierenden hohen Wellen) war alles perfekt.

!! EINE SACHE AUSGENOMMEN:
Da wir schon am Freitag 09:00 zurückfliegen mußten, hatten wir einen Tag weniger zum Tauchen (man sollte maximal 24 Stunden vorher den letzten Tauchgang machen, weil man nach den Tauchen nicht fliegen sollte, wegen der Stickstoffsättigung des Gewebes). Da wir am Samstag auf die anderen fünf Taucher gewartet haben (drei waren noch von der Vorwoche an Bord) und die Kreuzfahrt erst am Sonntag begonnen hat, hatten wir nur (Sonntag bis Donnertag Vormittag) viereinhalb Tage zum Tauchen. Wenn wir, so wie alle anderen, auch mit Egypt-Air statt Shorouck geflogen wären, dann hätten wir uns viel Ärger ersparen können und einen Tag länger Tauchen können. Egypt-Air fliegt auch nach München, nur eben am Samstag, statt am Freitag.

Möglicherweise ist Egypt-Air etwas teurer als Shorouck, aber ich hätte lieber ein paar Mark mehr gezahlt, weniger Ärger und mehr Tauchen gehabt. Wir haben zwar an Bord auch Schauergeschichten von der Egypt-Air gehört, von gekancelten Flügen wegen Schlechtwetter und so. Aber ich glaube, Sie sollten sich als Veranstalter überlegen, ob Sie zur Balena nicht besser mit einer anderen Fluglinie fliegen sollten. Oder es zumindest als (Aufpreis-) Option anbieten.

Doch weiter mit dem Reisebericht:
Der Rückflug wurde noch einmal spannend. Die Balena konnte den Agenten zuerst nicht rechtzeitig erreichen. Daher wußten wir nicht exakt, wann unser Flugzeug Hurghada verläßt. Aber die rückbestätigten Tickets sollten an Bord eines befreundeten Bootes auf uns warten. Dieses Treffen klappte dann doch nicht (ab jetzt in kurzen Worten), dafür erfuhren wir, daß der Abflug Freitag 15:00 Uhr sein wird (lt. Ihrem Flugplan 16:00!), wir kamen (In'sh'allha!) rechtzeitig mit der Balena im Hafen an, bekamen unsere "Tickets" wieder, der Transfer klappte und das Einchecken klappte auch (daß auf den "Tickets" zweimal der gleiche Name stand war den Angestellten sichtlich egal).

!! Nur der Agent kassierte von uns noch 20 DM für den Transfer, obwohl der im Pauschalpreis enthalten sein sollte! Aber da wir keine Kopie des Vouchers mehr hatten (den hatte uns der Agent bei der Ankunft abgenommen s.o.) haben wir bezahlt, glücklich, daß wir rechtzeitig am Flughafen waren und auch sonst alles geklappt hatte.

Von einigen kleineren Aufregungen abgesehen (Preisfrage: Wieso ist unser Gate zugesperrt? - Weil alle Flüge nur durch ein Gate abgefertigt werden, egal welcher Flug über dem Ausgang angeschrieben ist!) erreichten wir unseren Flieger, machten es uns bequem (etwa 2/3 der Sitzplätze waren leer), aßen noch ein gutes ägyptisches Mittagessen und die Zivilisation hatte uns wieder.



POSITIVES RESUEMEE ...
Von einigen Problemen mit dem Zubringerflug abgesehen, die vor allem durch das späte Ticket verursacht wurden, hat uns der Tauchurlaub sehr gut gefallen. Die Balena zählt zwar wirklich nicht zu den modernsten und luxuriösesten Schiffen im Roten Meer, einiges wirkt improvisiert und nach unserer Tauchwoche wird sie drei Wochen lang für die nächste Saison instand gesetzt, aber die Mannschaft ist sehr bemüht und nett und bis zu etwa 18-20 Tauchern an Bord hat man wirklich viel Platz.

Besonders gut ist die Meerwasserentsalzungsanlage, die sogar aus dem Hafenbecken sicher ein besseres Süßwasser liefert als man in Hurghada bunkern kann. Die Duschen sind alt aber geräumig, an das WC muß man sich erst gewöhnen (das ist übrigens ein Teil der Balena, der mir sicher nicht abgehen wird).

Das Essen ist sehr gut und gesund. Die pauschale Getränkeabrechnung ist bequem, zumal sie bei unserer Buchung bereits inkludiert war. Die Getränke selbst (Pepsi, Mirinda Orange, Sodawasser, 7up, Eiswasser, eine Art gekühlter Orangensaft, heißes Wasser für Tee und Löskaffe und Milch) werden zwar mit der Zeit fad, man kann sie aber untereinander mischen und dadurch neue Geschmacksrichtungen kreieren.

Das Tauchen vom Schlauchboot aus hat den Vorteil, daß man sich auch bei hohem Wellengang in Ruhe im Schiff anziehen kann und dann mit dem Zodiak direkt zum Tauchplatz gebracht wird. Der einzige Nachteil ist das mühsame Umsteigen vom Schlauchboot zur Balena, was besonders bei hohen Wellen etwas anstrengend sein kann.

.... UND LEICHTE KRITIK
Am unangenehmsten war - aus unserer Sicht - die Freitag-Anreise mit der Shorouck-Air, weil wir dadurch zwei Tauchtage verloren haben. Und Tauchen ist für Taucher die einen Tauchurlaub machen nun einmal das wichtigste !

Eine Lösung für das Fluglinien-nur-Freitag-oder-Samstag Problem könnte das sein, was ich mir schon selbst für die nächste Reise nach Ägypten überlegt habe, um mir die doch relativ beschwerliche Autofahrt nach München zu ersparen. Wenn es keine "westliche" Fluglinie gibt, die zur richtigen Zeit in Hurghada eintrifft, dann bucht man halt drumherum noch ein paar Tage in einem Hotel. Zur Einstimmung auf bzw. zur Erholung nach der Tauchkreuzfahrt. Dann müßte sich sogar eine Fluglinie finden lassen, die einen von Wien nach Hurghada bringt.



Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesem ausführlichen Bericht über die Höhen und Tiefen unserer Reise helfen. Ich habe versucht so objektiv wie möglich zu sein und die Reise exakt so zu schildern, wie sie war.

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Dieser Bericht wurde uns dankenswerterweise von Alexej zur Verfügung gestellt. Gedanken oder Fragen an ihn leiten wir gerne weiter, er kann dann selbst entscheiden, ob er den Kontakt möchte oder nicht.

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