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Ein Kurzresumee von Gerard (Ende Juli 96)
Der Flug war besonders unangenehm und ich werde den Billigflieger nicht weiter
empfehlen.
Wir sind mit dem ICE-Zug von Basel nach Frankfurt gefahren. Das war sehr gut.
Dort haben wir bemerkt, dass der Flug ein Stop in Canada (in Ganden, New Foundland) machen würde. Da das Wetter dort schlecht war, war das "landing" echt traurig. Der Service im Flugzeug war auch nicht gut.
Schiesslich nach 27 Stunden Reise sind wir nach San Francisco angekommen !!!!
Wir werden keinen Charter mehr nehmen.
Drei fliegen nach Kanada - Marc hat's erlebt (Anfang Juni 96)
Der Hinflug war wie angekündigt mit Northwest Airlines, über Detroit.
Den Rückflugtermin sollten wir uns vor Ort über eine Tonbandansage rückbestätigen lassen. Dabei erfuhren wir, daß der Flug am Sonntag 07.07. statt um 15:25 doch erst um 00:00 startete, dafür aber nicht über LAX ging, sondern von dort kam. Einer der Mitreisenden, der mit der Bahn von Frankfurt
weiterfahren wollte, war aufgrund des auf 22:00 verschobenen Ankunft in Frankfurt sichtlich ungehalten, da dann keine Zugverbindung nach München mehr zu bekommen wäre.
Tatsächlich finden wir dann auch den Schalter in SFO und können einchecken (das zulässige Gepäckgewicht, weswegen ich vorher mehrmals bei Ihnen nachgefragt hatte, stellte uns vor kein Problem, wir hatten uns mit dem Einkaufen zurückgehalten und daher weniger als die erlaubten 32kg/Person dabei).
Als wir um 23:00 pünktlich und frohen Mutes board'en wollen, hören wir daß es noch 5 Minuten dauern könnte. 10 Minuten später sind es weitere 15 Minuten. 1/2h später nochmal 15, gegen 1/2 1 morgens höre ich dann aus zweiter Hand, daß das Flugzeug erst 23:30 in LAX losgeflogen sei (was dem freundlichen Mann am Schalter sicher schon vorher bekannt war, wahrscheinlich wollte er uns den Abend nicht verderben).
Meine Mitreisenden waren sichtlich ungehalten (insbesondere in Anbetracht der
zusätzlichen Verspätung, die wir in Frankfurt haben würden).
Um 02:10 am Montag waren wir dann tatsächlich im Flugzeug (es war ein wenig
enger als auf dem Hinflug: 10 statt 9 Sitze in einer Reihe in einer Tristar L 1011). Naja, dann stellte man fest, daß versehentlich Sitze doppelt belegt worden waren (mit Leuten aus L.A. und Leuten aus S.F.). Es hieß also Freiwillige suchen, die den Platz tauschten. Außerdem wollten Ehepaare zusammensitzen, wieder hieß es Freiwillige suchen. Um 2:45 waren wir schließlich abflugbereit.
Mein Nebenmann im Flugzeug erzählte mir vom Hinflug (er war 2 Wochen vorher
auch mit dieser Gesellschaft hingeflogen). Damals stand das Flugzeug wohl 2h auf der Rollbahn, weil beim Durchzählen der Passagiere wohl Differenzen festgestellt wurden (zuerst, weil noch irgendwelche Passagiere fehlten, dann war beim Durchzählen der Passagiere ein Baby beim Zählen übersehen worden).
Im Flugzeug erfahren wir dann noch von einer Zwischenlandung in Ganden, Kanada
mit 1h Aufenthalt. Eine Idee, die nicht überall gut angekommen ist.
Service und Essen an Bord waren dann aber gut, meiner Meinung nach mindestens
vergleichbar mit denen auf dem Hinflug. Die Filmdarbietungen waren aufgrund
des sehr schlechten Tons jedoch ein fragwürdiger Genuß.
Es war wie gesagt etwas eng, insbesondere, weil sehr Gepäckfächer zur Verfügung standen, und das Gepäck daher tatsächlich unter den Sitzen verstaut werden mußte.
Während des Fluges konnten wir dann die 2 3/4h Verspätung zum Teil wieder aufholen und waren am Montag um 23:30 (angekündigt: 22:00) in FRA. Um 00:30 hatten wir unser Gepäck, waren durch den Zoll.
Mein Kollege mußte bis 5 Uhr auf seinen Zug nach München warten. Ich selbst wurde um 01:15 vom Flughafen abgeholt.
Fazit :
Es gibt natürlich verschiedene Ansichten zu dieser Art von Vorfällen.
Ich bin der Meinung, daß, wenn man 950,- bezahlt wo andere 1500,- verlangen,
die Vermutung naheliegt, daß man Abstriche hinnehmen muß, die nicht
nur am 5,- schlechteren Essen und am 20,- geringeren Platzangebot liegen.
Anders als meine Freunde war ich daher mit geringeren Erwartungen an die
Sache herangegangen (im wesentlichen wollte ich lebend und mitsamt meinem Gepäck ankommen). Daher konnte ich kaum Enttäuschungen erleben.
Was mich wohl irritiert hat, war der "Ringeltanz" mit dem Hinflug (und den
stündlichen Telefaxen). Dann vielleicht, daß kaum gescheite Informationen
zum zulässigen Fluggepäck zu erhalten waren (Sie sagten mir 2*20kg, der Veranstalter schrieb 1*32kg, die Fluggesellschaft selbst immer nur 1*20kg). Letztlich wird es aber wohl tatsächlich eher lax gehandhabt, so daß üble Überraschungen hier eher selten sind.
Was man sicher sagen kann, ist, daß das Bodenpersonal die Sache recht unprofessionell gemanagt hat (das zögerliche Rausrücken mit der wahren Verspätung der Maschine hätte nicht sein müssen; dann mutete die Platztauscherei auch etwas merkwürdig an, genauso wie die Idee auf Passagiere zu warten - ist bei Charterflügen aber vielleicht normal). Der Flug selbst war einwandfrei ruhig (zumindest der Pilot war also sicher kein Anfänger), die Flugbegleiter waren freundlich wie überall.
Zusammenfassend stellt sich mir die Frage, ob die Ersparnis von 200,-/Person
das alles wert ist (das nächstbilligere Angebot, das wir hatten, war etwa 1150,-).
Heute weiß ich es nicht. Haben wir mit dem Flug nur Pech gehabt, mit der
Verschiebung und Verspätung? Oder haben wir am Ende vielleicht sogar Glück gehabt? Hätte es auch noch viel schlimmer kommen können?
Insgesamt bereue ich es nicht, diesen Flug genommen zu haben. Schließlich muß wenigsten ich meine Buchung verteidigen, wenn es sonst keiner macht. Meine
Begleiter waren - wie gesagt - nicht mehr so begeistert (wahrscheinlich vergessen
sie dabei die gesparten 600,- ganz ...)