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Südafrika, Lesotho und Zimbabwe


Ein Reisebericht von Claudia,

die mit Ihren Eltern und Geschwistern vom 19.7.97 bis 16.8.97 das südliche Afrika bereist hat.

Endlich ist es soweit, unsere Reise nach Südafrika wird Wirklichkeit! Voller Erwartungen und aufgeregt treffen wir am Samstag, 19.7.97 im Flughafen Kloten ein und warten auf den Abflug. Die Nacht im Flugzeug ist dank den Filmen und dem Essen so abwechslungsreich, dass die Zeit sprichwörtlich verflog. So landen wir um sieben Uhr in Johannesburg auf afrikanischem Boden. Da unser Endziel aber Nelspruit heisst, wechseln wir den Flieger und geniessen den wunderschönen Rundflug. Wir werden von Mathias Schmidt abgeholt. Nach einem Zwischenstop im Wimpy und ersten Infos über das Land erreichen wir die Pension Schmidt. Wir sind freudig überrascht von den grossen Zimmern und der familiären Atmosphäre. Wir entspannen uns kurz am Swimmingpool, doch dann führt uns Mathias auf ein Landgut eines Freundes. Nicht nur die Gegend begeistert uns, v.a. sehen wir in der Ferne schon die ersten Giraffen und Zebras! Der Tag endet mit einem tollen Nachtessen, doch wir sind so müde, dass wir es nur noch im Halbschlaf wahrnehmen.

Heute, Montag,21.7.97, heisst es früh aufstehen, denn wir wollen in den Krügerpark. Wir sind gespannt, ob wir ein Tier entdecken werden... Wir haben ein Riesenglück und sehen schlussendlich schon an diesem ersten Tag die Big Five- und nicht etwa weit entfernt, sondern fotogen nahe! Der Beginn macht ein Nashorn, das so nahe steht, dass sogar Mathias etwas nervös wird. Weiter treffen wir einen Leoparden an, dann sind wir mitten in einer Elefantenherde, Büffel und Löwinnen lassen sich auch sehen. Natürlich begegnen uns auch Gnus, Impalas, Kudu, Wasserböcke, Zebras, Giraffen, Warzenschweine, Nilpferde und Affenarten. Auch die speziellen Vögel lassen wir nicht bei Seite. Neben den vielen Tieren und der überwältigenden Natur ist es auch ein Supererlebnis mit Mathias unterwegs zu sein. Einerseits ist er ein ausgezeichneter Führer, er riecht die Tiere und weiss genau, wann sich das Warten lohnt, einfach genial. Andererseits gelingt es ihm auch, wunderbare Mahlzeiten auf den Tisch zu zaubern, wir erlebten den vollen Luxus in der Wildnis! Die Nacht verbringen wir im Camp Lower Sabie, wo es sauber und gemütlich ist. Auch den Dienstag und den Mittwoch verbringen wir noch im Krügerpark. Wir staunen weitere Male über die Fähigkeiten von Mathias, es kommt oft vor, dass wir als einzige die Geduld aufbringen und ausharren - es hat sich jedesmal gelohnt! So sehen wir wieder die Big Five, nur der Leopard wird durch fünf Geparden ersetzt, auch nicht schlecht! Auch das Zeltcamp Tampoti ist ein Erlebnis, man schläft in Zelten, sehr naturverbunden, aber man muss keinen Luxus missen!

Am Mittwoch begegnen uns zur Krönung noch zwei majestätische Löwenmännchen und eine Büffelherde von ungefähr 300 Stück! Dann heisst es Abschied nehmen vom Krügerpark, wir haben schon jetzt das Gefühl, den Himmel auf Erden erlebt zu haben...

Der Donnerstag, 24.7.97 startet mit einem ausgezeichneten Frühstück. Dann fahren wir los in die nähere Umgebung. Der Start ist in Graskop, wo wir noch etwas zum Trinken einkaufen können. Unterwegs besichtigen wir verschiedene Wasserfälle und geniessen die viel grünere Landschaft. Nachdem wir die Aussicht von in der Nähe von God's Window betrachtet haben, gelangen wir an unser eigentliches Ziel, den Blyde River Canyon. Der Stausee mit den drei Rondavelbergen wirkt sehr malerisch, auch die Weiterfahrt auf einer Gravelroad ist wunderschön. Unterwegs erzählt uns Mathias sehr viel über das Land, die Probleme und auch die Geschichte des Blyde Rivers. Wir besichtigen auch die Potholes, in diesen Löchern wurde früher Gold gefunden... So passt unser nächster Abstecher nach Pilgrim's Rest wunderbar dazu. Der kleine Goldgräberort lädt mit den alten Häusern zum Verweilen ein.

Den heutigen Tag verbringen wir in einer privaten Game Lodge, der Idube Lodge. Eigentlich wäre es für uns nicht nötig gewesen, denn wir haben so vieles im Krügerpark gesehen. Aber es ist natürlich auch ein Erlebnis der besonderen Art auf einer Nachtsafari den Tieren mit dem Jeep hinterher fahren zu können oder sie einfach noch näher zu betrachten. Auch das Nachtessen am Lagerfeuer ist ausserordentlich gemütlich. Eigenartig ist das Gefühl zu wissen, dass das Camp nicht eingezäunt ist....

Am Samstagmorgen starten wir noch zu einer Morgensafari und auch das Frühstück findet sozusagen in der Wildnis statt. Dann heisst es Abschied nehmen von der Lodge, wir fahren zurück in die Pension. Dort haben wir Zeit, Karten zu schreiben, zu lesen oder zu schlafen. Das Nachtessen nehmen wir auf dem Landgut von Herrn Hösch ein.

Der Sonntag ist schon unser letzter Tag in Nelspruit. Wir verbringen die Zeit bis zum Abflug im Botanischen Garten, wo wir ein wunderschönes Plätzchen entdecken. Der Flug nach Johannesburg verläuft problemlos, wir können sogleich umsteigen in das Flugzeug, das uns nach Bloemfontein bringt. Auch das Auto steht schon bereit, wir sind erfreut, wie das alles organisiert ist! Da es schon dunkel ist, es in Strömen regnet und wir uns erst noch an den Linksverkehr gewöhnen müssen, ist es eine ziemlich anstrengende Fahrt bis nach Ladybrand in die Cranberry Cottage. Aber wir werden belohnt! Jeder von uns fühlt sich in dem Haus sofort wohl und wir geniessen die Atmosphäre mit all den antiken Möbeln. Man fühlt sich in die guten alten Zeiten zurückversetzt, aber all das Angenehme aus unserer Zeit ist miteinbezogen, ein tolles Gefühl! Wir haben v.a. die geheizten Betten genossen, denn es war doch empfindlich kühl...

Montag, 28.7.97. Wir machen uns auf nach Lesotho. Kaum haben wir die Grenze überquert, sind wir in einer anderen Welt. Vom geordneten, sauberen, beinahe europäischen Südafrika gelangen wir ins schwarze Leben mit all seinen Farben und dem Chaos. Unser erstes Erlebnis ist das Geldwechseln in Maseru. So lange wurde wohl noch kein Travellercheque betrachtet! Aber es ist kein Problem, wir müssen uns nur an die neuen Zeitrelationen gewöhnen... Dann machen wir uns auf den Weg in die Malealea Lodge. Unterwegs geniessen wir die wunderschöne Landschaft und das Winken der Bevölkerung, die Eltern schwelgen natürlich in Erinnerungen. Die Malealea Lodge ist eine sehr angenehme &▄uml;berraschung. Die Gebäude sind einfach, aber sehr sauber und es freut uns, dass in dieser Gegend nichts Extravagantes aufgebaut wurde. Auch die Stimmung ist toll, wie der Manager Jones mit seinen schwarzen Leuten umgeht, einfach einmalig. Schnell stellt sich ein reges Gespräch ein, als sie merken, dass wir einen Bezug zu Land und Leute haben. Und schon sitzen wir das erste Mal auf dem Pferd, wir werden zu den Bushmen paintings geführt. Unterwegs lernen wir einige Worte Sesotho und die Eltern können ihren Wortschatz auffrischen. Vor dem Nachtessen singt noch der Chor für uns, ein tolles Erlebnis. Auch das Nachtessen weckt Erinnerungen, den es gibt ein typisches Lesotho-Gericht...

Den Dienstag verbringen wir grösstenteils auf dem Pferderücken. Durch die wunderbare Landschaft gelangen wir zu einem Wasserfall, aber der Ritt durch die Gegend ist das eigentliche Erlebnis, das Land ist so schön. Auch an diesem Abend singt der Chor und während dem Essen wird wieder geschwatzt. Dann krochen wir unter die Blankets, die jeder Kälte trotzen...

Unsere Zeit auf der Malealea Lodge ist schon zu Ende, aber wir freuen uns auf unser nächstes Erlebnis, wir werden nämlich die Schwestern besuchen. Ich bin natürlich besonders gespannt auf meine Standgotte, es ist das erste Mal, dass wir uns begegnen... Die Fahrt bis nach Leribe führt uns durch die wunderschöne Landschaft und wir stoppen oft, um Fotos zu machen. Das Hotel in Leribe sieht nicht sehr einladend aus, darum fahren wir über die Grenze nach Ficksburg und übernachten dort. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt, der viele Erinnerungen weckt, fahren wir zurück nach Leribe, damit wir im Mutterhaus die Schwestern treffen. Sie sind gerade in der Messe und lassen sich überhaupt nicht stören, doch danach gibt es eine freudige Begrüssung! Obwohl es schon bald dunkel wird, fahren wir noch in die Station Likhakeng, wo Sr. Marie Thomas, meine Standgotte, normalerweise lebt. Wenn wir gewusst hätten, wie diese Strasse aussieht und wie lange die Fahrt dauert... Wir sind froh um unser gutes Auto! Doch die Freude der dortigen Schwestern ist so gross, dass wir für alles entschädigt werden ! Mit Freudegeheul werden wir empfangen, dann wird geschwatzt und in Erinnerungen geschwelgt. Wir werden zum Essen eingeladen und staunen ob dem Festmahl, das sie uns auftischen. Die Eltern und die Brüder brechen schon bald nach Ficksburg auf, ich habe mich spontan entschlossen, die Nacht bei den Schwestern zu verbringen. Die Freude ist gross und ich werde gehegt und gepflegt wie ein Goldstück, es ist wunderschön! Nachdem die Schwestern die Schweizerschokolade genossen haben, gehen wir ins Bett. Auch den nächsten Tag verbringen wir mit den Schwestern, sie zeigen uns die Station und nach einem wunderbaren Essen mit Nachtisch und Geschenken erwartet uns eine weitere &▄uml;berraschung: die Schüler tanzen und singen für uns, einmalig und traumhaft! Am liebsten würden wir noch länger bleiben, aber diesmal wollen wir Ficksburg noch bei Tageslicht erreichen. So nehmen wir Abschied und die Trennung fällt allen schwer.

Schon ist es Freitag, 1.8. 97. Wir fahren von Ficksburg zuerst in die Missionsstation Pitseng, wo eine weitere Schwester wohnt. Dieser kurze &▄uml;berraschungsbesuch wird zu einem weiteren Erlebnis, denn wieder werden die Schüler aufgeboten, um für uns zu singen. Wenn wir nur Aufnahmen machen könnten, es tönt einfach wunderbar. Wir fahren weiter auf der sehr gut ausgebauten Passstrasse zum Katsedam. Für die Eltern ist es ein eigenartiges Gefühl, denn vor zwanzig Jahren benötigten sie für die gleiche Strecke 8 Stunden, nun sind wir in einer Stunde in MaMohau, meinem Geburtsort. Auch hier gibt es gemischte Gefühle, denn vieles hat sich verändert und leider nicht ins Positive. Trotzdem sind die Eltern froh, dass nicht sie verantwortlich sind für die unnützen Bauten! Für mich ist es aber toll, endlich meinen Geburtsort zu kennen... Wir werden auch sehr herzlich begrüsst und zum Mittagessen eingeladen. Weiter führt uns der Weg dem Damm entlang und noch weiter bis nach Thaba Tseka. Dort wäre eigentlich ein Guest House reserviert gewesen, aber das ist nicht so einfach. Zuerst haben wir Mühe, es überhaupt zu finden, dann ist niemand da, der uns aufschliesst. Als wir endlich im Haus sind, zeigt es sich, dass es total schmutzig ist und kein Licht und Wasser gibt. Zum Glück wissen wir, dass das Spital mit einer Schweizerin besetzt ist und so feiern wir unseren Nationalfeiertag bei Spaghetti mit ihr. Auch ein Zimmer hat sie für uns....

Am Samstag fahren wir über verschiedene Pässe, die bis in den Schnee hinaufreichen, bis nach Maseru. Die Fahrt ist wunderschön und wieder legen wir einige Fotostops ein.
In Maseru wohnen wir im Maseru Sun und geniessen nach unserer Lesothowoche wieder einmal den Luxus des Hotels. Auch den Sonntag verbringen wir in Maseru, wir bummeln kurz durch die Stadt und kaufen Andenken, den Rest des Tages verbringen wir mit Baden, Lesen, Karten schreiben...

Heute, Montag, 4.8.97, müssen wir Lesotho endgültig hinter uns lassen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn es herrschen ungewohnte Verkehrsregeln, immer von sieben bis neun Uhr morgens ist die Hauptstrasse eine Einbahn! Zum Glück haben wir auch dieses Abenteuer ohne Unfall überstanden! Das nächste Problem ist der Zoll, wir müssen lange anstehen und bangen um unseren Abflug. Doch wir treffen rechtzeitig in Bloemfontein ein, geben unser Auto ab und besteigen das Flugzeug nach Port Elizabeth. Auch dieser Flug ist pünktlich auf die Minute und unser neues Auto ist auch schnell zur Stelle. Wir richten uns alle ein, und dann fahren wir los. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten finden wir den Weg und machen sogar einen Abstecher nach Sea View ans Meer. Das ist eine grandiose Idee, denn wir sehen Wale, für uns Binnenländer natürlich um so faszinierender! Die Weiterfahrt in die St. Francis Bay ist kein Problem mehr, die Jillinge Lodge finden wir auf anhieb. Wir werden herzlich empfangen und können unsere Zimmer auswählen, das ist gar nicht so einfach. Dann machen wir einen kurzen Spaziergang dem Meer entlang und gehen dann in ein nahes Restaurant essen. Müde und pappsatt sinken wir in unsere Betten.

Vor dem Frühstück machen wir einen Spaziergang am Meer, so dass wir das reichhaltige Essen erst richtig geniessen. Dann folgen wir dem Geheimtip unserer "Hausmutter" und fahren ans St. Francis Cape. Dort ist es wunderschön mit all den Felsen, Steine, Sanddünen und Muscheln... Es hat für jeden Geschmack der Familie etwas, die einen rennen herum, die andern sammeln eifrig Muscheln. Doch bald heisst es weiterfahren, denn wir wollen noch mehr sehen! Leider beginnt es zu regnen, daher schränken wir unser Programm ein und besichtigen unterwegs "nur" die Paul Sauer Bridge und den Big Tree. Dieser ist sehr eindrücklich, gerade weil es regnet, denn so fühlen wir uns wie im Regenwald! Nach kurzer Zeit und einem Stop auf der Information treffen wir im Hunter's Country House ein. Es ist einfach traumhaft dort, zu Recht trägt das House den Titel "Hotel des Jahres 96"! Wir fühlen uns wie die Könige inmitten dieser alten Möbel, auch der Tee und das CheminÚefeuer geniessen wir sehr. Das Fünfgangmenu ist wahnsinnig fein, v.a. wenn es in einer solchen Atmosphäre gegessen wird! Bald kuscheln wir uns in unsere Himmelbetten.

Der Mittwoch, 6.8.97, ist für uns ein spezieller Tag, denn unser Vater feiert seinen Geburtstag. Wir überraschen ihn mit guten Wünschen und einem Proteastrauss, zum Frühstück erwartet ihn eine Geburtstagstorte, die meine Mutter über Herr Beutner organisiert hat. Die &▄uml;berraschung ist gelungen!
Wir machen uns auf zum Storms River Mouth, denn heute haben wir wieder ideales Wetter. Vorerst machen wir einen Stop im Nature's Valley. Es ist beeindruckend, wie man zuerst an einem See ist und gleich danach am Meer! &▄uml;ber den Blaukranspass gelangen wir zum Stormsriver. Der Ausflug ist eine Wucht, das Feuerwerk der zerschlagenen Wellen fasziniert uns völlig! Die Hängebrücke wirkt zum Glück solide... Die Herren der Familie wandern noch zum Aussichtspunkt hinauf, während wir zuhören, wie die Wellen die Steine umherschieben. Nach diesem Ausflug sind wir alle ziemlich müde und so verbringen wir den Nachmittag im Hunter's. Die Eltern erkunden noch die wunderschöne Parkanlage. Auch heute speisen wir wieder wie Könige, mein Vater kann sich nicht beklagen, dass sein Geburtstag an einem unpassenden Ort gefeiert wird!

Wir reisen weiter, zuerst einmal Bis zum Robberg in der Nähe von Plettenberg. Dort möchten wir nur einen kurzen Zwischenstop machen, doch die Landschaft ist so abwechslungsreich, dass wir uns für einen Spaziergang entscheiden. Die Felsen, Sanddünen und Buchten laden wirklich zum Verweilen ein. Auch Seehunde und einen weiteren Wal sehen wir. Da wir fast kein Benzin mehr im Tank haben, gestaltet sich die Weiterfahrt problematisch, doch zum Glück erreichen wir doch noch eine Tankstelle... So machen wir uns frisch gestärkt auf nach Knysna. Wir wollen die berühmten Felsen The Heads besichtigen, doch wir sind ziemlich enttäuscht. Im Vergleich zum Storms River ist es uninteressant, aber vor allem stört uns die touristische Vermarktung, das sind wir uns nicht mehr gewöhnt! Auf der Weiterfahrt sehen wir die Dampflok und zwar genau an der Stelle, wo sie in jedem Prospekt abgebildet ist, ein toller Zufall! Durch die Kleine Karoo fahren wir nach Oudtshoorn, wo wir in La Pension logieren.

Der Freitag, 8.8.97, steht unter dem Motto Autofahrt, denn wir haben eine ziemlich lange Strecke zu bewältigen. Doch wir lassen uns nicht stressen und legen immer wieder Stops ein, sei es zum Straussen fotografieren oder den Bontebok National Park zu besichtigen. &▄uml;ber den Franschhoekpass, der uns in dichten Nebel führt, gelangen wir nach Paarl. Den Berghof finden wir problemlos und wir geniessen die tolle Aussicht auf die Stadt.

Die erste Feststellung des Tages ist, dass alles geschlossen hat, denn es ist women's day. So fahren wir einfach drauflos, nach Stellenbosch. Nachdem wir die Wohnquartiere durchfahren haben, gelangen wir doch zu einem Weingut, Blaauklippen ist sein Name. Dort geniessen wir die Atmosphäre und versuchen uns im Weindegustieren. Dann wagen wir es und fahren nach Kapstadt. Wir haben keine Ahnung, wo in dieser grossen Stadt sich unsere Pension befindet und da die Information geschlossen ist, machen wir uns selbständig auf die Suche. Die Adresse ist unser einziger Anhaltspunkt. Und siehe da, auch wenn wir ursprünglich im falschen Quartier waren, wir fahren direkt zum Penrose hin! Bei soviel Glück wagen wir noch einen Ausflug auf den Signal Hill, aber es ist kein Problem, denn inzwischen sind wir mit einer Stassenkarte ausgerüstet. Dort geniessen wir den Sonnenuntergang. Dann fahren wir an die Waterfront, wo wir uns ein Restaurant suchen. Auch der Rückweg finden wir mehr oder weniger problemlos, wir sind erstaunt, wie geordnet der Verkehr abläuft.

Schon wieder haben wir einen Geburtstag zu feiern, der Sonntag,10.8.97, ist der Manuels Tag. Leider spielt das Wetter nicht mit und aus unserem geplanten Kapausflug wird nichts. Statt dessen gehen wir ins Aquarium und sind hell begeistert über die Ausstellung, alles ist übersichtlich und interessant dargestellt! Das Wetter hat sich inzwischen verbessert und so machen wir einen Segeltörn auf dem Katamaran zur Robben Island. Es ist ein tolles Erlebnis, die Wellenberge auf sich zurollen sehen und Pinguine in freier Wildbahn zu beobachten! Den mulmigen Magen und die Kälte bekämpfen wir mit einem Tee und dann sind wir fit für eine Einkaufstour in der Victoria Wharf. Auch heute Abend essen wir in der Waterfront, doch diesmal Chinesisch, es ist sehr fein. Der Rückweg ist schon kürzer geworden...

Heute spielt das Wetter mit und wir können ans Kap fahren. Damit wir das Meer immer auf der Fahrtseite haben, machen wir uns auf nach Muizenberg. Der nicht eingeplante Umweg über einen Pass nach Fish Hoek lohnt sich, die Aussicht ist traumhaft. Unterwegs sehen wir Seehunde. Zuerst geniessen wir die Aussicht von Cape point mit dem Leuchtturm, dann wandern bzw. fahren wir ans Kap der guten Hoffnung. Da es sehr windig ist, wird es uns bald zu kühl... &▄uml;ber den Chapman's Peak drive nähern wir uns wieder der Stadt. Natürlich geniessen wir die ganze Fahrt sehr! In der Stadt machen wir noch einen kurzen Spaziergang, doch schon bald ziehen wir uns in die Pension zurück.

Dienstag,12.8.97. Wir setzen den gestrigen Spaziergang in der Stadt fort, aber mit dem Ziel Südafrikamuseum. Dort verweilen wir im Betrachten der Tiere, Völker und Gegenständen. Nach einem Tee besuchen wir die Vorstellung im Planetarium. Zu unserem Erstaunen können wir den englischen Erklärungen mühelos folgen. Unser Städtebummel führt uns noch in die Sklavenkirche, wo wir eine private Führung erhalten. Wir sind fasziniert von den verschiedenen Baustilen dieser Stadt, das ergibt eine ganz eigene Atmosphäre... Der eine Teil der Familie verbringt den Rest des Nachmittages in der Pension, während mein Vater und ich zum Flughafen fahren, um unsere nächsten Reisen zu bestätigen. Am Abend gehen wir noch ein letztes Mal an die Waterfront. Heute essen wir in einem Sportrestaurant mit extrem vielen Fernseher...

Heute heisst es wieder einmal früh aufstehen, denn wir müssen schon um halb sieben auf dem Flugplatz sein. Wir fliegen via Johannesburg zu den Victoriafällen in Zimbabwe. Dort werden wir abgeholt und zu unserer Lodge gebracht. Wieder wohnen wir in Zelten, mitten in der Wildnis, und wieder müssen wir keinen Luxus missen! Sogleich gibt es einen Lunch und kurz darauf werden wir an die Victoria Falls gefahren. Spazierend erleben wir dieses Naturwunder, das uns mächtig beeindruckt! Zurück in der Lodge verbringen wir die Zeit bis zum Nachtessen mit Baden und Lesen. Beim Nachtessen erwartet uns eine spezielle Überraschung, sechs Elefanten trinken und spielen am nahen Wasserloch, ein traumhaftes Bild!

Der Donnerstag, 14.8.97, ist wieder ein Abenteuertag, denn wir haben beschlossen, auf dem Sambesi River Rafting zu machen! Wenn wir gewusst hätten, was uns da erwartet... Aber es ist ein tolles Erlebnis, durch die Stromschnellen zu fahren und das Element Wasser in seiner ganzen Wucht zu spüren. Auch wenn wir es zwischendurch beinahe nicht mehr geglaubt haben, sind wir alle heil unten angekommen! Dafür wurden wir von den übrigen Lodge-Gästen bewundert! Nachdem wir uns am Pool von den Strapazen erholt haben, gehen wir am Abend den Rafting-Video anschauen und erleben das Abenteuer nochmals!

Und schon ist unser letzter Tag in Afrika angebrochen. Ein bisschen wehmütig machen wir die letzten Fotos und Einkäufe, dann müssen wir schon unsere Koffer packen und auf den Flughafen fahren. Doch so einfach wie unsere übrigen Reisen ist es diesmal nicht. Wir benötigen nämlich Marken, für die wir zwar bezahlt haben, aber nur einen sogenannten "Gutschein" bekommen haben - der wertlos ist! Schlussendlich können wir doch ins Flugzeug steigen und nach Johannesburg fliegen. Dort besteigen wir nach einigen Stunden Wartezeit den Jumbo, der uns nach Zürich bringen wird. Wir starten pünktlich- aber nur bis zur Landepiste, dann reisst der Flieger einen Stopp und wir kehren um. Wegen eines technischen Defektes können wir erst mit drei Stunden Verspätung abfliegen. Nach einem ruhigen, aber langen Flug treffen wir endgültig wieder in der Schweiz ein. Es waren Traumferien, am liebsten würden wir alle wieder zurück, es hat uns so gefallen!

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