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Sizilien 05.00 / Überraschungen und Erkenntnise


Beitrag von Axel vom November 08, 2000 at 04:11:54:

Also Ihre Frau Walter hatte sich ja mächtig ins Zeug gelegt und so haben wir alles soweit gebucht bekommen. Am 29.4.2000 sind meine Frau und ich dann nach Bruchsal in Ihr Stadtbüro gefahren und haben dort von Frau Walter, die ja gerade schon auf dem Sprung nach Brasilien war, die Tickets und die Gutscheine erhalten. Sie selbst waren ja leider noch nicht zurück, obwohl wir Sie nach vielen Jahren der Buchungen über das Internet gerne auch mal persönlich kennengelernt hätten.
Am 5.5.2000 waren wir morgens in FRA und erlebten unsere erste Überraschung: der Flug mit Alitalia ging nicht über Mailand, sondern über Rom. Na gut. Nach dem Einchecken mußten wir aber unsere Koffer wieder mitnehmen und zum Flugzeug selbst mitnehmen, da just die ÖTV einen Warnstreik machte. Wir sind dann aber noch ganz pünktlich gestartet.
In Rom gelandet erlebten wir dort unsere zweite Überraschung. Der Anschlußflug und zwei weitere Flüge nach Catania waren gecanceled. Der Grund: am Flughafen (besser: Flugplatz) Catania wurde gestreikt! Nach 4 Stunden Wartezeit haben wir dann aber nachmittags die letzt Maschine von Rom nach Catania bekommen und sind dort gut gelandet. Beim Anflug dann unsere dritte Überraschung: Der Etna war gerade ausgebrochen!
Die Leihwagenübernahme am Flughafen Catania klappte prima und wir sind dann gut nach Taormina gekommen, wenn auch in der rush-hour (etwas sehr hektisch, aber relativ gut beherrschbar). Das Hotel Excelsior Palace konnte man auch recht gut finden (es liegt ja direkt am Stadttor). Es war soweit ok, doch muß man in Sizilien bei den Hotels wohl 1/2 bis 1 Stern abziehen. Die Preise sind allerdings auf Sheraton-Niveau (hier steckt wohl eine Mafia-Abgabe mit drin). Taormina ist ganz hübsch anzuschauen, jedoch eine Touristenhochburg (im Mai hauptsächlich amerikanische Rentner und Franzosen). Für den Etna ist Taormina aber eine gute Ausgangsposition. Nachts konnten wir die roten Lavaströme sehen! Hervorragende Informationen über den Etna erhält man übrigens unter http://www.geo.mtu.edu/%7Eboris/ETNA.html.

Am 7. Mai war der Vulkan immer noch aktiv: Vorteil - er ist aktiv; Nachteil - man kommt nicht sehr dicht heran. Nach ein paar Tagen sind wir dann quer durch Sizilien in Richtung Süden gefahren. Da wir im Urlaub kein Fernsehen sehen und keine Zeitung lesen und Italienisch auch nicht gerade unsere Muttersprache ist, erlebten wir dann aber unsere vierte Überraschung: Inmitten der Insel ging uns fast der Sprit aus, da alle Tankstellen geschlossen hatten. Just an diesem unseren Transfertag nach Agrigent begann nämlich ein Tankstellenstreik (Dauer: 1 Woche !!).

Nach einigen Stunden haben aber nette Carabinieri in Piazza Amerina einen Tankstellenbesitzer gezwungen uns Benzin zu geben. So kamen wir dann doch noch nach Agrigent. Das von Ihnen dort vermittelte Hotel Dioscuri Bay war nagelneu und recht gut. Die Lage direkt am Hafen am Ende der Flaniermeile ist ebenfalls empfehlenswert. Von hier aus haben wir den Süden gut erkunden können, wobei zu dieser Jahreszeit man Sizilien prächtig grün und bunt erlebt.

Nach einigen Tagen sind wir dann nach Monreale bei Palermo in das sehr, sehr gute Hotel Baglio Conca DŽoro gewechselt. Der Ort Monreale ist wirklich sehr schön und der goldene Dom sehr sehenswert. Hier darf aber - wie in allen anderen ländlichen Orten - ein Auto nicht breiter als ein Golf sein, sonst schaffen sie viele Straßen nicht (die sind einfach zu schmal) und sie bekommen keinen Parkplatz (besser: Abstellflecken). Die regulären Parkplätze sind immer voll. Sie können in der zweiten Reihe oder auf einem Gehsteig parken. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Der Verkehr ist in Palermo nun vollends sizilianisch, d.h., fast orientalisch und mit Nord- oder Mittel-Italien bzw. Rom gar nicht zu vergleichen! Verkehrsregeln sind nur grobe Empfehlungen, an die sich keiner (!) hält. Bei Tempo 50 wird normal 90 gefahren. Auf einer zweispurigen Straße fährt man zu viert nebeneinander. Es gilt fast immer rechts vor links, aber eigentlich hat derjenige Vorfahrt, der schneller ist. Ampeln gibt es nur sehr selten. Rot bedeutet: mal schauen ob man nicht noch freie Fahrt hat, auf keinen Fall auf Grün warten (Hupkonzert!). Kreuzungen sind übrigens der Ort, an dem gewendet werden kann.

Komplett chaotisch wird der Verkehr durch zwei ungeschriebene Sonderregeln: Fußgänger haben immer Vorfahrt und für die wird immer und jederzeit angehalten. Das wissen die und gehen ohne zu schauen und ohne zu warten in den vollen Verkehr hinein. So kommt es ständig zu Stops. Regel zwei heißt: Motoroller haben vor Autos Vorfahrt. So kommt es, daß immer (!) mindestens zwei bis zwölf Roller aus allen Himmelsrichtungen vor Ihnen auftauchen und wieder verschwinden. Das schult die Konzentrationsfähigkeit ungemein. Man muß sich anpassen und darf keine Scheu haben, so zu fahren, wie es die Sizilianern tun. Nach einem Tag Palermo hat man die Regeln aber verstanden und kommt recht gut zurecht. Im Gegensatz zu Taormina ist Palermo ziemlich heruntergekommen. Das liegt daran, daß einfach zu viel Bausubstanz renovierungsbedürftig ist und das erforderliche Geld aus Rom Sizilien nicht erreicht. Sizilien selbst hat einfach nicht das Geld. Das ändert aber nichts daran, daß die Sizilianer sehr freundlich und sehr hilfsbereit sind. Sie kommen gerne auf einen zu und man kommt schnell in ein sehr offenes Gespräch. Die Stadt hat auch einen besonderen Charme und bauliche Highlights gibts trotzdem.

Von Palermo sind wir nach Catania gefahren und haben in einem der besseren 4 Sterne Hotels (im Hotel Jolly) übernachtet. Dieses Hotel bestätigt wieder unsere Aussage aus Taormina: viel zu teuer. Es ist ein typisches Stadthotel von Anfang der 60er Jahre und seitdem wurde nichts (!) erneuert oder renoviert. Die Zimmer erhalten von uns 1 1/2 Sterne, der Rest vielleicht 2 1/2 Sterne. Beispiel: den Teppichboden im ganzen Hotel kann man eigentlich nur noch abflammen. Allerdings ist das Hotel sauber. Catania ist der beste Ort auf Sizilien, um Einkäufe zu tätigen. Es gibt kaum Touristen, so daß insbesondere vormittags und abends man das richtige sizilianische Stadtleben kennen lernen kann. Wirklich typisch sind hier - wie auch in Palermo - die Restaurants und Cafés. Die Märkte in Catania sind viel größer, ursprünglicher und schöner als in Palermo. Sie ziehen sich vormittags durch die gesamte Altstadt. Daneben gibt es als Sehenswürdigkeit nur den Dom (von außen) und Teile eines römischen Theaters. Der Rückflug nach Deutschland ging dann planmäßig über Mailand, jedoch dann eine weitere Überraschung: wir saßen dort fest. Alitalia hatte in ganz Italien Probleme ihre Maschinen im Einsatz zu halten, weil es im Alpengebiet schwere Gewitter gab. Zudem hat die Flugleitung in Mailand keine Lust gehabt die zweite Startbahn in Betrieb zu nehmen (Bummelstreik!) Dennoch konnten wir mit der allerletzten Maschine in FRA landen (23.00 Uhr) und kamen am 18.5.2000 sicher nach Hause, allerdings wieder mit einer Überraschung: die Reisetasche war aufgeschlitzt und einige (Gott sei Dank!) weniger wichtige Dinge fehlten (Den Ersatz erhielten wir übrigens erst Mitte August). Die Reise war ungeheuer interessant und etwas eckig. Letztlich hat aber alles ja noch geklappt!.

Zu den touristischen Highlights lesen Sie lieber im Reiseführer nach, was es denn so zu sehen gibt.
Es ist außerordentlich viel und interessant. Viele Dinge, die man sonst in Italien aus der Römerzeit,
in Griechenland aus der griechischen Zeit oder Deutschland aus der Normannenzeit nicht mehr
findet. Das alte und teilweise arme italienische Leben kann man noch genauso erfahren wie wie das
neue. Dazu in dieser Jahreszeit die sehr abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft.
Übrigens - Mafia: Touristen stehen definitiv unter dem Schutz der Mafia (das Schutzgeld hat man ja
in Form hoher Hotelpreise gezahlt), da sie ja an den Touristen verdient. Man ist in Sizilien
mindestens so sicher wie in der Toskana oder Südtirol. Rom ist da viel unsicherer!
Empfehlung für Sizilien: hinfahren !!! - Axel


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